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Ausbildung zum Thema „gefährliche Stoffe und Güter“

Seit Anfang April wird bei der Feuerwehr Urbach schwerpunktmäßig das Thema „gefährliche Stoffe und Güter“ geschult. Zunächst wurden am Sonntag 3. April die Führungskräfte von einem richtigen Fachmann unterwiesen. Mark Heilig vom ABC-Zug des Rems-Murr-Kreises, welcher größtenteils bei der Feuerwehr Winnenden stationiert ist, unterrichtete die Gruppen- und Zugführer der FFW Urbach in den Einsatzgrundsätzen zum Thema „gefährliche Stoffe und Güter“. Da Gefahrguteinsätze sehr umfangreich und komplex sind werden bei solchen Einsätzen besondere Kenntnisse, Gerätschaften und Schutzanzüge benötigt. Die örtlichen Feuerwehren stoßen dabei sehr schnell an ihre Grenzen und müssen Spezialkräfte wie Fachberater oder eben jenen ABC-Zug aus Winnenden hinzuziehen. Daher wurde bei dieser Unterweisung erläutert welche Erstmaßnahmen die Feuerwehr Urbach bei einem Gefahrgut-Einsatz unternehmen kann, bzw. welche Einsatzszenarien selbst abgewickelt werden können. Mark Heilig hat anschließend noch die Einsatzmöglichkeiten des ABC-Zuges vorgestellt. Dabei wurde auch der Gerätewagen Gefahrgut, den er extra mitgebracht hat, vorgestellt.

Vom 12.-14. April wurde dann der gesamten Einsatzabteilung zugweise vermittelt welche Möglichkeiten die Feuerwehr Urbach hat um eben diese Erstmaßnahmen vorzunehmen. Die Führungskräfte funktionierten dabei als Multiplikatoren und haben das kürzlich erlernte Fachwissen in Gruppenarbeit weitergegeben. In drei Stationen wurden das Abdichten von Leckagen sowie das Auffangen von auslaufenden Flüssigkeiten geübt. In der ersten Station wurde das Leckdichtkissen mittels Spanngurte an ein 12000 Liter Fass, welches freundlicherweise von Landwirt und Feuerwehrkamerad Hans Rube zur Verfügung gestellt wurde, angebracht. In der zweiten Station wurden die Rohrdichtkissen und Kanalabdichtungen in diverse Abwasserschächte angebracht. Im Ernstfall soll damit verhindert werden, dass kontaminiertes Wasser bzw. eine umweltschädliche Flüssigkeit wie z.B. Heizöl in das Kanalsystem gelingt. Die dritte Station befasste sich mit dem Auffangen von auslaufenden Flüssigkeiten. Hier wurden verschiedene provisorische Auffangbehälter mittels der Standartbeladung eines LF16 aufgebaut. Das erlernte Wissen wird in den nächsten Wochen in der einen oder anderen Einsatzübung abgefragt und ausgebaut. Dieser Übungsblock hat gezeigt, dass die Feuerwehr Urbach mit den vorhandenen Gerätschaften sehr viel zur Gefahrenabwehr beitragen kann und die Zeit bis zum Eintreffen der Spezialisten des ABC-Zuges gut überbrücken kann. 

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